Krankenhauszukunftsgesetz - der Dialog

Digitalisierung im Gesundheitswesen vom Anfang bis heute - Udo Timmermann (ehem. Leiter Rechenzentrum Uniklinik Freiburg)

Udo Timmermann war Jahrzehnte in Rechenzentren deutscher Unikliniken am Puls der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Nachdem er nicht mehr in Lohn und Brot steht, kann er hier ganz frei von etwaigen Interessenskonflikten aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen und das Krankenhauszukunftsgesetz aus einer ganz “neutralen” Perspektive beleuchten.

Jetzt Medienbrüche kitten! - Lars Forchheim (KH-IT Verband Vorstandsmitglied)

Von IT-Sicherheit bis Medienbruchkorrektur – mit der Krankenhauszukunftsgesetz bietet sich den Krankenhäusern ein bunter Strauß an Möglichkeiten, die entstandenen Lücken in der Digitalisierung der medizinischen Versorgung zu kitten.
Lars Forchheim ist nicht nur IT-Leiter der ANregiomed gK und Vorstandsmitglied im KH-IT Verband, sondern auch in vielen anderen Schlüsselfunktionen des deutschen Gesundheitswesens aktiv.

Zwischen Politik, Versorger und Industrie - Pierre-Michael Meier (Geschäftsführer Entscheiderfabrik)

Mit dem KHZG stellt die Politik, den rund 2000 Krankenhäusern in Deutschland insgesamt 4,3 Mrd. Euro in den kommenden zwei Jahren für Investitionen zur Verfügung. Das Geld wird vor allem in der freien Wirtschaft ausgegeben. Inmitten dieses Dreiecks aus Politik, Versorger und Industrie des deutschen Gesundheitswesens wirkt seit bald 15 Jahren die Entscheiderfabrik. Dr. Pierre-Michael Meier ist Gründungsmitglied und seit 2019 Geschäftsführer der Entscheiderfabrik und gewährt einen Blick hinter die Kulissen im Dialog rund ums KHZG

#KHZG-Potentiale - Bernhard Calmer (bvitg Vorstandsmitglied)

Bernhard Calmer ist Vorstandsmitglied des dvitg e.V. und Geschäftsführer der CGM Clinical Europe GmbH. Seit Jahrzehnten hat er in verschiedenen Unternehmen und Verbänden entscheidende Schlüsselrollen inne. Ich hatte die Gelegenheit und das Vergnügen ihn nach seiner Sicht aufs Krankenhauszukunftsgesetzt zu fragen und darf seine Einschätzungen und Einsichten mit Euch teilen:

Wer wollte dieses Gesetzt?

Wo ist der größte Bedarf in den Kliniken?

Wofür wird das Geld letztlich ausgegeben?

Der Bundestag hat das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) verabschiedet, in dem er den rund 2000 Kliniken und Krankenhäuser in Deutschland 3 Mrd. € für Investitionen zur Verfügung stellt, obwohl in unserer föderalen Republik das Gesundheitswesen eigentlich Ländersache ist.

Für uns sind das 3 Mrd. gute Gründe genauer hinzuschauen. Ganz zu schweigen von den sehr guten Gründen, wie Modernisierung unseres Gesundheitswesens und selbstverständlich der medizinischen Versorgung! Bei so vielen Gründen, lohnt sich das Gespräch!

Seit 1982 ist die DORNER Health IT Solutions Teil des deutschen Gesundheitswesens. Damals war Digitalisierung in allen Branchen noch im experimentellen Stadium. Seit dem ist einiges passiert. Zugegeben: in anderen Branchen vll. ein bisschen mehr als in unserer.

Tatsächlich ist der mangelnde Digitalisierungsgrad unseres Gesundheitswesens auch schon seit einiger Zeit Thema. Das BMWi stellt im Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018 wieder fest, dass es von allen beobachteten Branchen die am wenigsten digitalisierte ist. Das wir bis 2023 zum Fahrzeugbau aufschließen wird durch das KHZG wesentlich wahrscheinlicher. Oder?

In jedem Fall stellen sich jetzt etliche Fragen:

Wofür sind die Mittel eigentlich gedacht? Und wofür werden sie letztlich genutzt? Ist der vergleichsweise niedrige Digitalisierungsgrad unseres Gesundheitswesens bisher wirklich nur eine Geldfrage gewesen? – um nur einige zu nennen.

Das KHZG ist jetzt schon ein historisches Ereignis. Und es wird uns sicherlich noch eine ganze Zeit beschäftigen! In den kommenden Wochen und Monaten werden wir an dieser Stelle verschiedene Akteure aus dem Gesundheitswesen zu Wort kommen lassen: Verantwortliche in den Kliniken aus der IT, der Verwaltung und selbstverständlich der Medizin, genauso wie Vertretern aus Wirtschaft, Recht und Politik. Selbstverständlich laden wir auch ein auf uns zuzukommen um sich an der Diskussion zu beteiligen.

Wir freuen uns auf den Diskurs!